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Ich bin die Frau der Worte

Worte begleiten mich schon fast mein ganzes Leben.

Eigentlich begann es in der Schule.

Wenn wir Aufsätze schreiben sollten, war ich oft noch lange nicht fertig, wenn die Unterrichtsstunde vorbei war. Meine Geschichte war noch nicht zu Ende erzählt.

Meine Deutschlehrerin erkannte das.

Statt mich zum Schlussstrich zu drängen, nahm sie mich einfach mit in die nächste Klasse, die sie unterrichtete. Dort durfte ich weiterschreiben. Ohne Druck. Ohne Eile. Bis die Geschichte fertig war.

Damals ahnte ich noch nicht, dass Worte einmal meine Berufung werden würden.

Nach der Realschule folgten das Gymnasium, die Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin mit Schwerpunkt Medien und Kommunikation, das BWL-Studium und mehrer Stationen in der Werbe- und Kommunikationsbranche.

Anfang der 90er Jahre schrieb ich die ersten Texte, für die ich bezahlt wurde.

1999 machte ich mich mit Text, PR und Konzeption selbstständig.

Viele Jahre lang stand für mich vor allem das Schreiben im Mittelpunkt.

Heute ist mir bewusst, dass es mir dabei nie nur um Texte ging.

Es ging und geht um Menschen.

Um ihre Geschichten, ihre Botschaften. 

Ich habe immer schon Fragen gestellt, zugehört. Habe intuitiv erfasst, was hinter den Worten liegt.

In den vergangenen Jahren hat sich meine Arbeit stark verändert.

Zwei einschneidende berufliche Wendepunkte haben mich gezwungen, vieles neu zu betrachten.

Mich zu fragen:

Wo liegen meine Schwerpunkte?

Für wen möchte ich arbeiten?

Wie möchte ich arbeiten?

Immer mehr vertraue ich dem, was mich schon immer ausgezeichnet hat:

meiner Wahrnehmung.

meinem Einfühlungsvermögen.

meiner Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen.

Und meinem Gespür für die Worte, die manchmal noch fehlen.

Worte sind für mich mehr als nur Worte.

Sie bewegen.

Sie berühren.

Sie schaffen Verbindung.

Denn Worte sind Klang.

Sie sind Schwingung.

Sie sind Energie.

Und manchmal verändern sie die Richtung, in die ein Mensch geht, wenn etwas endlich ausgesprochen wird.

Wahrscheinlich bin ich deshalb die Frau der Worte.

Weil ich wahrnehme, was gesagt werden möchte, bevor die passenden Worte da sind.

Warum ein Baum als Logo?

Der Baum begleitet mich schon lange.

Weil er vieles von dem verkörpert, was mich selbst bewegt und was auch in meiner Arbeit immer wieder auftaucht.

Wurzeln und Wachstum.

Vertrauen und Entwicklung.

Die Verbindung zwischen Erde und Himmel.

Der Baum erinnert daran, dass alles, was wachsen soll, zuerst gut verwurzelt sein muss.

Und daran, dass Wachstum nicht erzwungen werden kann.

Es entsteht, wenn die Bedingungen stimmen.

Wenn Raum da ist.

Wenn Vertrauen da ist.

Wenn etwas wachsen darf.

Genau das wünsche ich mir auch für die Menschen, die mit mir arbeiten.

Dass sie ihren eigenen Wurzeln wieder näher kommen.

Dass sie erkennen, was bereits in ihnen angelegt ist.

Und den Mut finden, damit sichtbar zu werden.

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